Satzglieder einfach erklärt. Die vier Fälle Subjekt, Objekt, Adverbial und Prädikativ mit Fragen, Tests und Methoden zur sicheren Bestimmung. Jetzt kostenlos lernen!
Ein Satz lässt sich in die Konstituenten Wörter und Wortgruppen (Phrasen) zerlegen. Welche Wortfolgen eine Konstituente bilden, prüfen vier Tests. Konstituenten, die alle Tests bestehen, heißen Satzglieder.
Was sich gemeinsam erfragen lässt, ist eine Konstituente. Der Fragetest verrät zugleich auch die Funktion (z. B.: wer? → Subjekt).
Was sich durch ein Pronomen oder eine Pro-Form (er, sie, es, da, dann, dort) ersetzen lässt, ist eine Konstituente. (Auch Ersatzprobe genannt.)
Was sich gemeinsam an eine andere Stelle verschieben lässt, ist eine Konstituente. (Auch Permutationsprobe genannt.)
Was allein vor dem finiten Verb stehen kann (also im Vorfeld eines Aussagesatzes), ist ein selbstständiges Satzglied.
→ Satzglied
→ Kein Satzglied
Satzglieder übernehmen eine von vier Funktionen: Subjekt, Adverbial, Prädikativ oder Objekt.
Diese Begriffe sind jedoch stets relational eine Phrase ist nie für sich Subjekt oder Objekt, sondern immer in Bezug auf das Verb. Das Prädikat (das finite Verb mit seinen Bestandteilen) bildet dabei das Zentrum, auf das sich alle anderen Satzglieder beziehen.
Es gibt im Deutschen vier Arten von Objekten.
Die Fähigkeit eines Verbs, bestimmte Satzglieder zu fordern, heißt Valenz. Vom Verb geforderte Satzglieder sind
valenzgebundene Ergänzungen, frei hinzufügbare sind valenzfrei Angaben.
| Verb | Subjekt | Dativobjekt | Akkusativobjekt | wertigkeit |
|---|---|---|---|---|
| schlafen | NOM | — | — | einwertig |
| lesen | NOM | — | AKK | zweiwertig |
| helfen | NOM | DAT | — | zweiwertig |
| geben | NOM | DAT | AKK | dreiwertig |
Ein Attribut hängt von einem anderen Wort ab und ist Teil von dessen Phrase. Es ist zwar oft eine Konstituente, aber nicht allein verschiebbar oder vorfeldfähig, also auch kein eigenständiges Satzglied.
Ein adjektivisches Attribut modifiziert ein Nomen und kongruiert mit ihm in Kasus, Genus und Numerus. Es ist Teil des Satzglieds, nicht selbst eines.
Ein Genitivattribut steht im Genitiv und hängt von einem Nomen ab. Es drückt typischerweise eine Zugehörigkeit aus und ist kein eigenes Satzglied.
Ein Relativsatz kann als Attribut an ein Nomen angeschlossen sein. Er erweitert das Satzglied, ist aber selbst kein Satzglied und nicht verschiebbar.
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Die Wortart- und Kasusbestimmung stützt sich auf das statistische Sprachmodell von spaCy sowie LingMorph-v1 und die Tagsätze der germanistischen Schulgrammatik. Das Feldermodell folgt der etablierten topologischen Beschreibung des deutschen Satzes.
Die LingMorph-v1 ist eine Engine welche auf spaCys statistischen Modellen aufbaut und sie mit drei unabhängigen, voneinander abgekoppelten Modulen ergänzt: Wortarten-Klassifikation nach STTS-Feinklassen, Kasus- und Merkmals-Erkennung und topologisches Feldermodell. Die Engine ist dabei erfahrungsgemäß fehlerresistent: Jede Teilanalyse ist einzeln gekapselt, sodass ein Fehler niemals die gesamte Ausgabe zerstört. Sie nutzt Adjektiv-Suffix-Erkennungen zur Korrektur von Fehltaggungen, Kopula-Kontext-Heuristiken für prädikative Adjektive und mehrere automatische Fallbacks. Mögliche Unsicherheiten werden aus Konfidenz-Scores heraus erkannt und durch UI-Warnungen transparent gemacht.